Wieviel Gehalt bekomme ich in dem Vorbereitungslehrgang und in der Ausbildung?

1)    Wenn du nicht aus der Justiz kommst, trittst du in ein öffentlich-rechtliches Ausbildungsverhältnis mit dem Ziel der späteren Verwendung im Gerichtsvollzieherdienst ein. Deine Probezeit beträgt 6 Monate. Das Entgelt richtet sich nach Entgeltgruppe 5 (Stufe 2) des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L). Dies beträgt derzeit ca. 2.518 € brutto.

 

2)    Wenn du Beamtin bzw. Beamter aus dem ehemaligen mittleren Justizdienst bist, behältst du während der Ausbildung deinen Status und wirst weiterhin nach den bisherigen besoldungsrechtlichen Bestimmungen vergütet.

 

Wie entwickelt sich mein Gehalt, wenn ich als Gerichtsvollzieherin und Gerichtsvollzieher mit bestandener Prüfung arbeite?

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung, wirst du zur Gerichtsvollzieherin bzw. Gerichtsvollzieher im Beamtenverhältnis auf Probe in der BesGr. A 8 Niedersächsisches Besoldungsgesetz (NBesG) ernannt. Die Besoldung entspricht derzeit ca. 2.371 € zzgl. einer allgemeinen Stellenzulage. Falls du bereits verheiratet und/oder ein Kind haben solltest, erhöht sich dein Grundgehalt jeweils noch um einen Verheirateten- und/oder Familienzuschlag. Mangels Sozialversicherungspflicht musst du von diesem Bruttogehalt nur noch entsprechend deiner Lohnsteuerklasse die Lohnsteuer und die Kosten für die Krankenversicherung abziehen, um dein Nettogehalt zu berechnen.

Da du eine Krankenversicherung benötigst, wollen wir dich an dieser Stelle noch auf eine kleine, aber entscheidende Besonderheit bei den Beamten des Landes Niedersachsen hinweisen. Soweit du dich bei einer privaten Krankenkasse versichern möchtest, brauchst du dich bei dieser nur zu maximal 50 % zu versichern, da das Land Niedersachsen bereits für mindestens die Hälfte deiner anfallenden krankheitsbedingten Aufwendungen in Form einer Beihilfe die Kosten übernimmt.

Nach Bewährung in der dreijährigen Probezeit wirst du anschließend zur Beamtin bzw. zum Beamten auf Lebenszeit ernannt.

Beförderungen in die Besoldungsgruppen A 9 und A 9 mit Amtszulage sind möglich.

Neben der Besoldung nach der Bundesbesoldungsordnung erhältst du Anteile von den vereinnahmten Vollstreckungskosten sowie eine Bürokostenentschädigung.